Lausitz kunterbunt

Den Spreewald kennt jedes Kind. Dresden auch. Die Gegend dazwischen, die Lausitz, ist überregional eher „undercover" unterwegs. Dafür ist die Lausitz aber mindestens mehrere Besuche wert. Was haben wir zu bieten? Als erstes: Wasser. Seen, verbunden durch schiffbare Kanäle - riesige Seen, in denen man baden, auf denen man segeln, paddeln, Boot oder Jetski fahren kann. Wem nicht so nach auf dem Wasser zumute ist, dem sei Radeln an dem Wasser empfohlen. Nirgendwo sonst hat man so viele gut gepflegte, asphaltierte Radwege, die durch die Natur führen. Hier geht Camping und Wohnmobil genauso wie Luxushotel mit Wellnessbereich. Wandern geht auch, denn immerhin führt die Via Regia und der Jakobsweg durch die Lausitz. Und wem nach so viel Natur der Sinn nach Kultur, städtischer Geschäftigkeit und Kunstgenuss steht? Willkommen in der Lausitz. Schauen Sie in die Stadt des Postkutschers, nach Cottbus. Besuchen Sie die Städte im Sechs-Städte-Bund in der Oberlausitz. Hier erwartet Sie eine mehr als 1000-jährige Geschichte in wunderbar restaurierten, historischen Innenstädten.
Und Sie können die Industriekulturgeschichte der Lausitz auf durchaus spektakuläre Weise erfahren: Sei es beim Erklimmen des liegenden Eifelturms, des Besucherbergwerks F60 mit Blick auf den Bergheider See oder beim Besuch der mehr als 100-jährigen „Louise". Ja, seinerzeit hatten Brikettfabriken solch illustre Namen, wie Louise – und kaum eine kann so schön Dampf machen, wie sie. Eine ganze Reihe an Industriekultur ist hier für die Besucher hergerichtet. Dort, wo einst Kohle gefördert, Energie erzeugt oder Briketts gepresst wurden, kann man heute in den technischen Denkmälern die damalige Technik bestaunen und über die Arbeitsbedingungen in der damaligen Welt sinnieren.
Museen gibt es zu begehen und häufig sind es auch die kleinen Sensationen, die lange im Gedächtnis bleiben.
Sind Sie bei all den Erfahrungen hungrig geworden? Na, dann mal los: Probieren Sie das beste aller Lausitzer Gerichte: Leinöl mit Kartoffeln und Quark. Oder die Buchweizenplinse, die es hier und da noch gibt? Dazu vielleicht eine „Kamenzer" oder eine schlesische Mohnpiele aus Görlitz? Und danach? Einen Digistiv? Wir hätten da mehreres zur Auswahl: Für die Süßen unter uns empfehlen wir Senftenberger Eierlikör. Für die anderen: Gebranntes aus der Spirituosenmanufaktur aus heimischen Früchten hochprozentig gemacht? Und damit ist die Aufzählung beileibe nicht vollzählig und das ist Absicht. Kommen Sie selbst und probieren sich durch die Lausitz.